Motorradsteuer
Was kostet Ihr Motorrad an Steuern?
Ein Motorrad ist kein kleines Auto. Die halbe Schweiz besteuert es nach einer Grundlage, die im Autotarif überhaupt nicht vorkommt – und der Abstand zwischen dem günstigsten und dem teuersten Kanton ist grösser als bei Autos.
Eigener Tarif, nicht der Autotarif
Rund die Hälfte der Kantone besteuert Motorräder nach Hubraum, die übrigen nach Leistung oder Gewicht. Wer ersatzweise den Autotarif anwendet, liegt je nach Kanton um ein Mehrfaches daneben – in beide Richtungen.
Keine Energieetikette
Öko-Rabatte gelten in den Kantonsgesetzen ausdrücklich für «leichte Motorwagen». Ein Motorrad bekommt sie nirgends. Elektrische Maschinen fahren dafür in mehreren Kantonen zum Pauschaltarif oder ganz steuerfrei.
Grössere Spanne als beim Auto
Beim gleichen 650er liegt zwischen dem günstigsten und dem teuersten Kanton fast das Vierfache. Für ein Auto ist die Spanne kleiner.
Warum das Motorrad einen eigenen Tarif hat
Motorräder stehen in fast jedem kantonalen Steuergesetz in einer eigenen Ziffer, und diese Ziffer folgt selten der Logik des Autotarifs. Zürich rechnet einen Grundbetrag nach Hubraum und schlägt einen Pauschalbetrag für die Abgaskategorie drauf – eine Grösse, die im Autotarif gar nicht existiert. Luzern hat 2025 von Hubraum auf Leistung umgestellt, Aargau und St. Gallen ab 2026 auf Gewicht und Leistung zusammen. Zwei Dinge rechnen wir bewusst nicht mit: Kleinmotorräder und Motorfahrräder, die die meisten Kantone deutlich tiefer besteuern, und den Seitenwagen- oder Trike-Zuschlag, den mindestens acht Kantone kennen. Beides steht dort, wo es zutrifft, als Hinweis bei der Zahl.